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Grundsätzlich gibt es am Fahrrad zwei unterschiedliche Grundtypen an Schaltungen: Kettenschaltungen und Nabenschaltungen. Auch E-Bikes stützen sich auf diese beiden Schaltungstypen.

Kettenschaltungen sind insbesondere bei Trekking®-Rädern verbreitet. Hier wird die Kette aktiv über Zahnkränze unterschiedlicher Größe bewegt. Dadurch verändert sich das Übersetzungsverhältnis und in der Folge auch die Entfaltung, also wie viel Strecke sich das Rad bewegt, wenn du eine Pedalumdrehung machst. Kettenschaltungen bieten meist mehr Gänge auch für steile Anstiege. Sie sind bei Reparaturen sehr einfach zugänglich. Wenn der Reifen mal kaputt geht, geht ein Radausbau auch ohne Werkzeug vonstatten.

Nabenschaltungen bewegen die Kette nicht aktiv, sondern schalten in einem Getriebe, das in der Hinterradnabe untergebracht ist. Weil die Kette nicht über unterschiedliche Zahnkränze bewegt wird, verschleißt sie weniger schnell. Außerdem sind die beweglichen Teile der Schaltung selbst in der Nabe vor Nässe und Dreck geschützt. Der Schlauchwechsel im Pannenfall braucht allerdings Werkzeug und die Wartung der Nabe selbst setzt gute Fachkenntnis voraus.

Oder kurz: Nabenschaltungen sind absolut wartungsarm und intuitiv zu bedienen, aber Kettenschaltungen sind in den Bergen leistungsfähiger und besser zu reparieren.

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1x11 TREKKING®-SCHALTUNG

Zum Modelljahr 2021 präsentiert Diamant erstmals das Rubin Legere mit einer innovativen 1×11-Kettenschaltung. 1×11 heißt: Die Kassette am Hinterrad hat 11 Gänge, aber vorne gibt es nur noch ein Kettenblatt. Man schaltet also nur noch hinten. Solche Einfachschaltungen verringern den Verschleiß, reduzieren das Gewicht und für viele wird das Schalten selbst so intuitiver.

Einfachschaltungen haben sich am MTB mittlerweile durchgesetzt. Auch E-Bikes mit Kettenschaltungen haben heute nur noch hinten eine Kassette. Trekking®-Bikes ohne Motor gibt es bislang nur mit drei Kettenblättern vorne. Der Grund: Shimano bietet keine Einfachkurbel mit einer Trekking®-tauglichen Größe an. Die Lösung: unsere eigenen Kurbeln, mit der 1×11, 1×12 und 2×9 exklusiv bei Diamant möglich sind. Die folgende Darstellung zeigt die Gänge für eine 1×11-Schaltung und für eine klassische 3×10-Schaltung am Trekking®-Rad.

Diamant Schaltungen 1x11 Übersetzungen

Die Einfachschaltung hat weniger Gänge, aber sie eliminiert auch viele Gänge, die quasi identisch sind. Sie bietet gleichzeitig sogar eine breitere Streuung nach unten an. Die Gänge sind so klarer voneinander unterscheidbar und jeder einzelne Schaltvorgang hat einen spürbaren Effekt. Unserer Einfachschaltung fehlt der „schnellste“ Gang, der in der Praxis allerdings so gut wie nie zum Einsatz kommt.

SHIMANO NEXUS 5 NABENSCHALTUNG FÜR E-BIKES

Shimano Nexus 5 Nabenschaltung

Nabenschaltungen bietet Shimano seit vielen Jahren an. Die Shimano Nexus Inter-5E ist Shimanos erste Nabenschaltung speziell für E-Bikes. Der Gedanke, dass sie ja „nur“ fünf Gänge hat, führt in die Irre. Tatsächlich ist weniger hier mehr. Die kleinste Übersetzung der Nexus 5 liegt zwischen dem zweiten und dritten Gang einer Nexus 8. Durch die Anfahrhilfe des E-Bike-Antriebs braucht es diese kleinen Gänge aber am E-Bike nicht – weder an der Ampel noch am Berg. Der fünfte Gang der Nexus 5 ist so übersetzt, dass man bei 25km/h noch mit komfortabler Frequenz pedaliert – während man bei der Nexus 8 deutlich aktiver pedalieren müsste.

Die Schaltvorgänge laufen auch schneller. Einerseits sind mindestens zwei Schaltvorgänge weniger nötig. (Wir gehen davon aus, dass in der Praxis nie im ersten Gang angefahren wird.) Andererseits braucht der Schaltvorgang selbst weniger Zeit, weil das Getriebe weniger komplex aufgebaut ist. Dadurch erreicht ein E-Biker mit einer Nexus 5 im Vergleich zu einer Nexus 8 doppelt so schnell eine Geschwindigkeit von 25km/h.

Shimano öffnet mit der Nexus 5 aber auch eine Option, für die der Antrieb des E-Bikes nicht mehr gedrosselt werden muss. Die Nexus 5 ist auf bis zu 85Nm ausgelegt. Dadurch kommt sie auch mit den Kräften starker E-Bike-Antriebe wie dem Bosch Performance Line zurecht. Wir setzen diese Nabe erstmals am neuen Opal+ ein. Dieses hat einen Bosch Performance Line CX nutzt, der seit Juni 2020 bis zu 85Nm Drehmoment leisten kann. Das Opal+ nutzt dieses Drehmoment vollständig aus.

STUFENLOSE NABENSCHALTUNG VON ENVIOLO

Schaltung Hinterradnabe Enviolo TR Schwarz - Diamantrad

Einen anderen Ansatz verfolgt die Nabenschaltung von enviolo. Sie möchte den Fahrer ganz vom Schalten befreien. Das funktioniert über rotierende Scheiben, aus denen sich eine so große Zahl möglicher Übersetzungen ergibt, dass es sich tatsächlich stufenlos anfühlt. Weil es so keine Gangsprünge gibt, sind enviolo-Naben noch einmal deutlich robuster und wartungsärmer als andere Nabenschaltungen. Beim Fahren sehr angenehm ist ihre Fähigkeit, auch unter Last zu schalten (also zum Beispiel, wenn es plötzlich steil wird).

Wir setzen am Opal Esprit+ die enviolo 380 TR ein. Die Übersetzungsbandbreite von 380% macht sie zu einer guten Wahl auch für hügeliges Gelände. Da sie auf bis zu 85Nm ausgelegt ist, kann sie dort auch die Kraft starker E-Bike-Motoren abrufen. Dementsprechend ist das Opal Esprit+ auch mit einem Bosch Performance Line CX ausgestattet.

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