Diamant und Stahl – das geht weit zurück bis zu den Anfängen unseres Unternehmens. Als wir noch keine Fahrräder bauten, stellten wir Schreibfedern her. Wir nannten unser Material Diamantstahl, weil es besonders widerstandsfähig war. Dieser Stahl gab dann auch unseren Fahrrädern und später unserer ganzen Marke ihren Namen.

Auf Rennrädern aus Stahl haben wir die Sportwelt erobert. Später haben wir mit Aluminium und Carbon experimentiert. Heute haben wir kein einziges Stahlrad mehr im Programm. Dabei war früher alles besser. Wir waren der größte Hersteller von Sporträdern, wir waren die Heimat von Athleten, die zu Weltmeistern wurden, wir waren einfach geil… und heute: heute wollen wir wieder nach vorne.

Wir haben verstanden, dass es mit Aluminium nicht geht. Wir haben zugehört auf Stimmen aus unserer Community und bei jedem Kommentar, der uns erklärt, dass wir heute nur noch hässliche Räder bauen, haben wir geweint und innerlich zugestimmt. Die hässlichen Räder überlassen wir lieber anderen.

Zum Modelljahr 2022 werden wir daher unsere aktuelle Palette komplett einstellen. Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber sie war so unglaublich befreiend. Plötzlich macht alles wieder Sinn. Wir werden fünf neue Stahlräder ohne Motor anbieten (und kein einziges Rad mit Motor – wir glauben doch auch nicht wirklich daran, dass E-Bikes irgendwen zusätzlich motivieren, mehr Rad zu fahren). Wir werden alles richtig machen: wir bauen einfach unsere eigenen Modelle nach, zum Beispiel das legendäre Diamant 167. Und eins von der Mifa, aber da steht schon auch Diamant drauf – ganz authentisch so wie in den 1960ern.

Um uns darauf vorzubereiten, schicken wir unsere Mitarbeiter seit Februar zu Lötkursen an der Volkshochschule in Chemnitz. Unser Ziel ist es, schon mit dem ersten Modelljahr eine fünfjährige Garantie auf unsere selbstgelöteten Stahlrahmen anbieten zu können. Jedes Rad kommt mit einem Handlötgerät für allfällige Reparaturen unterwegs.

Preislich orientieren wir uns auch an der Vergangenheit. Einen kleinen Aufschlag für die Volkshochschule müssen wir verlangen, aber mehr als ‘n Appel und ‘n Ei zahlst du dafür nicht. Das ist wörtlich zu nehmen. Ein Apfel für die Basisvariante, ein Ei oben drauf für die bessere Ausstattung. Das können wir uns leisten, weil wir im Sommer 2020 in Bitcoin und Tesla investiert haben.

Unser Ziel: schon im Jahr 2023 wollen wir mit einem Nachfolger vom Diamant 167 an der Tour de France teilnehmen. Was Täve Schur nicht durfte, gönnen wir einer neuen Generation durch und durch gestählter Athleten.

Du hast bis hier gelesen? Dann hoffen wir, dass wir dich am 1. April ein bisschen zum Lachen gebracht haben. Aber wirklich: Wir werden im Modelljahr 2022 wieder ein Stahlrad einführen. Unser Diamant 135 von vor einem Jahr hat eindrücklich bewiesen: Auch Stahl begeistert. Und wir können Stahl eine besondere Identität geben. Viel verraten werden wir noch nicht. Die Sonne ist gelb, die Nacht ist Schwarz und das Meer ist Türkisblau. Freu dich auf das anstehende Diamant Villiger.