E-Bike-Trends 2019 – was bringt die neue Fahrradsaison?

Vor allem technische Weiterentwicklungen stehen bei den E-Bike-Trends 2019 im Vordergrund. Wir stellen die Innovationen genauer vor – und nehmen dies gleichzeitig als Anlass, mehr über einzelne Bestandteile sowie generell dem Umgang mit E-Bikes zu verraten.

Mittlerweile gibt es nahezu jeden Monat neue Trends und Entwicklungen auf dem Markt, die bekannte Features sinnvoll ergänzen und Lust auf E-Bikes machen. Wir geben Tipps für die passende Pflege und den richtigen Umgang mit dem E-Bike und entsprechenden Komponenten, sodass Du damit lange und gut radelst und vor allem sicher ankommst.

Gewichtsreduktion – für eine bessere Handhabung

Einer der wichtigsten Trends für 2019 im Bereich E-Bikes besteht in der Reduktion des Gewichtes.

E Bikes sind aufgrund der zusätzlich verbauten Teile grundsätzlich deutlich schwerer als normale Fahrräder. Dies fällt insbesondere bei Varianten mit integriertem Akku auf. Dies geht oft zu Lasten der Handhabung im Alltag. Gerade wenn Du Dein Fahrrad tragen musst oder es auf einem Autoträger befestigen willst, ist das besonders hinderlich. Nicht zuletzt bieten leichtere E Bikes ein angenehmeres Fahrgefühl.

Diverse Tests haben bereits gezeigt, dass unsere Modelle im Gegensatz zu denen der Konkurrenz ein deutlich geringeres Gewicht haben. Diesen Weg gehen wir auch mit den E-Bikes der Diamant Elan-Reihe (Elan+, Elan Legere+ und Elan Super Legere+) weiter. Hier haben wir bei der Konzeption besonders auf ein geringes Gewicht geachtet, ohne dass dies Einbußen bei der Steifigkeit des Rahmens oder beim Fahrkomfort mit sich bringt.

Der Mittelmotor bei E-Bikes: natürliches Fahrgefühl

Der Mittelmotor ist bei E-Bikes mittlerweile die standardmäßige Art des Antriebs. Die Platzierung über den Pedalen entspricht am ehesten dem Fahrgefühl und –verhalten eines „normalen“ Fahrrads. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Mittlerweile ist es bei dieser Antriebsart möglich, eine Rücktrittbremse einzusetzen.

2019 dürfen sich Radler auf noch leistungsstärkere Motoren freuen, wie etwa den neuen Performance oder Performa CX Motor von Bosch, der im Elan+ oder Diamant Zouma+ verbaut ist. Durch die fein dosierte Unterstützung der Performance Line CX hast Du in jeder Situation noch mehr Fahrspaß: ohne Wechseln der Fahrmodi, ohne Überhitzen und mit optimaler Kontrolle.

Unterschiede zwischen E-Bike-Motoren

Trotz der Verbreitung des Mittelmotors gibt es auch noch weitere Platzierungsarten des Antriebs, die jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile aufweisen:

Vorteile
Nachteile
Vorderradmotor (Frontmotor)
Rücktrittbremse möglich
Unübliche Fahreigenschaften
Nur noch selten genutzt
Mittelmotor
Natürliche Gewichtsverteilung und Fahrverhalten
Rücktrittbremse (theoretisch) möglich
Problemloser Rädertausch
Tendenziell die höchste Geräuschentwicklung
Keine Rekuperation (Energierückgewinnung)
Hinterradmotor
Sportliche Fahrweise durch „Kick“ von hinten
Gewöhnungsbedürftige Fahreigenschaften
Hinweis von Diamantrad:
Vor allem bei Hinterradmotoren kann der ungewohnte Antrieb für Unsicherheiten sorgen. Lernen Sie deshalb Ihr E-Bike zunächst in Ruhe kennen, bevor Sie schnell oder unter schwierigen Bedingungen fahren.

E-Bike-Akkus – das Spiel mit den optischen Extremen

Rein optisch wird bei den Akkus der E-Bikes 2019 mit den Extremen gespielt. Die Hersteller lassen die elektrischen Bauteile entweder verschwinden, sodass auf den ersten Blick nicht erkennbar ist, ob es mit oder ohne elektrische Unterstützung unterwegs ist – oder sie setzen Akku und Motor regelrecht in Szene.

Achtung: Bei im Rahmen eingelassenen Akkus solltest Du Dein E-Bike nicht mit einem Hochdruckreiniger o.ä. reinigen. Die elektronischen Bauteile können dadurch erheblichen Schaden nehmen. Verwende lieber ein feuchtes Tuch und entferne, sofern möglich, den Akku vor der Reinigung.

City-Bike an der Wand im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt

Wo lassen sich schwere E-Bikes im Alltag unterbringen? Die FAHR RAD! Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt stellt dafür einen Fahrradpavillon vor, der aktuell den Mainzer Bewohnern zur Verfügung steht. Im Beitrag finden sich noch weitere spannende Fahrrad-Projekte, die die Stadtbewohner zum Rad fahren animieren sollen.

Größere Reichweiten dank leistungsfähigerer Akkus

Neben der optischen Integration geht es in der Saison 2019 mit dem E-Bike Akku im wahrsten Sinne des Wortes noch einmal ein ganzes Stück weiter. Die neuen Akkus ermöglichen immer mehr Reichweite. Insbesondere mit Blick auf die zahlreichen geplanten Radschnellwege in Deutschland ist das besonders interessant.

Mit Diamant kannst Du im neuen Jahr problemlos Strecken zwischen 80 und 125 Kilometer auf dem E-Bike zurücklegen. Für diese Reichweite kommt weiterhin der Bosch PowerTube Akku mit 500 Wh, der beispielsweise in den E-Bike-Varianten vom Diamant Zagora und Onyx verbaut ist, zum Einsatz.

Das Modelljahr 2019 hält noch eine weitere spannende Neuheit bereit, um große Distanzen zurückzulegen: den Fast Charger. Dabei handelt es sich um ein Schnellladegerät, das den 500 Wh Akku innerhalb von 3 Stunden voll aufladen soll. 50% Akkuladung sind sogar schon in 70 Minuten erreicht.

Diamant Elan+ E-Bike - Diamantrad-Blog
Dank der leistungsfähigeren Akkus sind auch weiter entfernte Ziele kein Problem. – Diamantrad-Blog

Tipp von Diamant: Wie erhöhe ich die Lebensdauer eines E-Bike-Akkus?

Um die Reichweite Deines jetzigen Akkus zu steigern, helfen diese Ratschläge:

  • Fahre nach Möglichkeit in den niedrigen Gängen, so sorgst Du für einen geringeren Stromverbrauch, da hier der Motor nur schwach zum Einsatz kommt.
  • Schalte so, dass Du zwischen 60 und 80 Kurbelbewegungen pro Minute durchführst.
  • Möglichst vorausschauendes Radfahren mit konstanter Geschwindigkeit ist hilfreich.
  • Pass die Motorunterstützung den Anforderungen entsprechend an und fahre nicht permanent auf höchster Unterstützungsstufe.
  • Vermeide unnötiges Gepäck bzw. unnötiges Gewicht.
  • Kontrolliere regelmäßig den passenden Reifendruck.
  • Setze den Akku im Winter erst kurz vor Fahrtantritt in das E-Bike ein. Zusätzlich solltest Du einen Neoprenschutz für den Akku verwenden. Somit behält er länger die optimale Betriebstemperatur.
  • Pflege Dein E-Bike generell gut: Schlecht geölte Ketten oder zu wenig Luft in den Reifen sorgen für mehr Kraftaufwand beim Radfahren, der dann durch eine erhöhte Motorleistung des Antriebssystems ausgeglichen werden muss.

Wie entsorge ich E-Bike-Akkus?

Ist ein Akku vollständig nicht mehr ladefähig (die momentane Lebensdauer beträgt ungefähr 500 bis 700 Ladezyklen) musst Du diesen fachgerecht entsorgen.

Da Akkus von E-Bikes unter das Batteriegesetz fallen, ist der Vertreiber dazu verpflichtet, sie zurückzunehmen. Bei Geräten, die bis zu 500g wiegen, geschieht das über die bekannte „grüne Sammelbox“ (GRS = gemeinsames Rücknahmesystem Batterien), in der auch normale Batterien landen. Für schwerere und besondere Modelle gilt eine gefahrengutrechtliche Trennung. Viele Fahrradhändler haben dafür mittlerweile besondere Sammelboxen.

 

Diamant E-Bike im Stadtverkehr - Diamantrad-Blog
E-Bike-Modelle wie das Zouma+ von Diamant integrieren den Akku optimal in das edle Fahrrad-Design. – Diamantrad-Blog

Riemenantrieb für den täglichen Gebrauch

Bei täglicher Nutzung des E-Bikes bietet sich ein Riemenantrieb aufgrund seiner Langlebigkeit und Wartungsarmut sehr an. Einmal korrekt eingestellt, verrichtet er kontinuierlich seinen Dienst und kann selbst in schwierigem Gelände problemlos eingesetzt werden (so ist er auch für Mountainbikes geeignet). Während ein Kettenantrieb je nachdem aufwändig gepflegt werden muss, braucht dergleichen bei einem Fahrrad mit Riemenantrieb nicht zu erfolgen.

Für 2019 zeichnet sich ein klarer Trend zu E-Bikes mit Riemenantrieb ab. Dieser kommt zum Beispiel auch bei unserem neuen Modell, dem Achat Esprit+, zum Einsatz.

Noch wenig bekannt, aber durchaus nützlich: Über eine App kannst Du ganz einfach die Spannung überprüfen. Dazu musst Du nur am Riemen zupfen, wie an einer Gitarrensaite. Über das Mikro des Handys ermittelt die App dann die Frequenz und kann so einen Anhaltswert zur aktuellen Spannung geben.

Konnektivität mit dem E-Bike

Auch in die E-Bike Welt hält das Thema Vernetzung Einzug. Ein Beispiel dafür: Das neue Bosch KIOX Display. Akku-Ladestand, Geschwindigkeit, eigene Leistung, Herzfrequenz und vieles mehr zeigt das kleine, kratzfeste Gerät einfach und übersichtlich an. Da es sich der Umgebungsbeleuchtung anpasst, ist es immer gut ablesbar. Bedient wird es mit dem separaten „Remote Compact Lenker“ – so bleiben die Hände sicher am Griff. Mittels Bluetooth kann eine Verbindung zum Brustgurt hergestellt werden, um die Herzfrequenz zu kontrollieren und auf diese Weise Dein Training optimal auszurichten.

Wir haben das Bosch KIOX im Elan Super Legere+ verbaut. Derzeit ist es noch nicht für Händler erhältlich, sondern wird von Bosch nur an Hersteller geliefert. Ab dem Frühjahr 2019 soll es aber auch zum Nachrüsten für Händler und Endkunden verfügbar sein. Aber Du kannst Dir sicher sein, dass es in der kommenden Saison weitere Gadgets und Geräte geben wird, die die Vernetzung unterstützen.

ABS für E-Bikes: Sicherheit geht vor

Durch das weltweit erste serienreife E-Bike ABS ist nun ein weitestgehend kontrolliertes und stabiles Abbremsen auch unter schwierigen Bedingungen möglich. Bosch ist seit über 40 Jahren Experte für ABS-Systeme und Marktführer bei Motorrad-Sicherheitssystemen – darauf basiert auch das System für E-Bikes bzw. Pedelecs. Durch die Kombination von Vorderrad-ABS und Hinterrad-Abheberegelung erhöht sich Deine Sicherheit – bei schwierigen Bremsmanövern wird der Bremsdruck der Vorderbremse reguliert und somit die Fahrsituation stabilisiert.

Im Frühling 2018 erhielten ausgewählte Flottenpartner E-Bikes mit ABS, und seit dem Herbst 2018 sind auch Pedelecs mit Bosch E-Bike ABS im Handel. 2019 kannst Du somit ausgedehnte sportliche Touren oder den Weg zur Arbeit mit einem Plus an Sicherheit genießen.

Fahrradfahren im Herbst - Diamant-Blog
Mit unseren Tipps fährst Du auch in der Stadt sicher mit dem E-Bike – Diamantrad-Blog

Sicher fahren mit dem E-Bike

Auch ohne ABS lassen sich viele gefährliche Situationen vermeiden. Folgende Ratschläge helfen dabei:

  • Lies die Betriebsanleitung des Rads und befolge die Hinweise.
  • Pass das E-Bike ergonomisch an Deine Körpermaße an.
  • Fahr bzw. teste das Rad zunächst in einem ruhigen Umfeld.
  • Gewöhne Dich an die stärker greifenden Bremsen (siehe hierzu auch unseren Beitrag zum Prüfen und Einstellen von Fahrradbremsen).
  • Achte vor allem in Kurven auf den Schubeffekt des Motors.
  • Denke daran, dass durch Motor, Akku etc. das Rad schwerer ist und entsprechend das Fahrverhalten beeinflusst wird.
  • Fahre immer vorausschauend und trage einen Helm.

E-Bikes mit individuellen Designs und Farben

Als ständiger Begleiter im Alltag wird auch das Design eines E-Bikes immer wichtiger. Nutzer wünschen sich Modelle, die genau auf sie zugeschnitten sind. Ein E-Bike-Trend für 2019, der sich deshalb deutlich abzeichnet: Individualität.

Wir von Diamantrad nehmen uns für die Auswahl der richtigen Technik genauso viel Zeit wie für Design und Farbauswahl. So entstehen zeitgemäße und moderne Modelle. Wir bieten Dir die Verbindung der nostalgischen Eleganz einer Traditionsmarke mit den neuesten technischen Errungenschaften.

Weitere Informationen zu Neuheiten und Innovationen bei E-Bikes 2019

22. November 2018
Diamant Redaktion
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