Fahrrad winterfest machen

Der Winter stellt für Radfahrer zwar vor einige Herausforderungen – Dunkelheit, Regen, Frost und Schnee müssen jedoch kein Grund sein, das Rad monatelang einzulagern. Mit einem winterfesten Fahrrad bist Du auch bei kalten Temperaturen sicher unterwegs.

Mit der richtigen Ausstattung und einer umsichtigen Fahrweise kannst Du den Witterungsverhältnissen in der kalten Jahreszeit trotzen und problemlos mit dem Rad mobil bleiben. Im Diamant-Blog erfährst Du, wie Du Dein Fahrrad fit für Herbst und Winter machst und worauf Du beim Fahrradfahren bei kalten Außentemperaturen achten solltest!

Radfahren im Winter – was ist zu beachten?

Eins vorweg: In der kalten Jahreszeit musst Du in der Tat mehr Dinge beachten als beim Fahrradfahren im Sommer. Die Witterungsbedingungen im Herbst und Winter erfordern eine besondere Vorsicht in der Fahrweise und Bedienung des Fahrrads. Beachtest Du ein paar Punkte, steht dem Winter-Radeln aber nichts im Wege.

Die folgenden 10 Tipps solltest Du beim Radfahren im Winter beachten:

  1. Bei Kontrollverlust absteigen: Steige im Zweifelsfall lieber ab und schiebe das Rad, bevor Du einen Sturz riskierst. Bei spiegelglatter Fahrbahn ist es vernünftiger, wenn Du Dich im Berufsverkehr möglichst gar nicht auf die Straße und unter den Autoverkehr begibst.
  2. Fahrradhelm tragen: Schütze dich vor Verletzungen, denn im Winter ist die Sturzgefahr erhöht.
  3. Frühzeitig und vorsichtig bremsen. Der Bremsweg ist bei nasser und glatter Fahrbahn um ein Vielfaches länger. Daher ist es wichtig, dass Du vorausschauend fährst und beide Bremsen gleichzeitig betätigst.
  4. Bei Glatteis ausrollen lassen: Auf Glatteis und in Kurven solltest Du möglichst gar nicht bremsen, sondern ohne zu lenken ausrollen.
  5. Hektisches Lenken vermeiden: Aufgrund von Glätte und nassem Laub auf der Fahrbahn solltest Du abruptes Lenken vermeiden.
  6. Vorsicht bei Kurven: Bei fester Schneedecke und Glätte solltest Du in Kurven nicht in die Pedale treten.
  7. Mit geringer Geschwindigkeit fahren: Damit Du frühzeitig auf verschiedene Widrigkeiten aufgrund der Wetterverhältnisse reagieren kannst, ist es besser, im Winter mit eher geringer Geschwindigkeit auf dem Fahrrad unterwegs zu sein.
  8. Abstand halten: Aufgrund von Glätte, Nässe und der damit einhergehenden verkürzten Bremswege, solltest Du zu Autos, Fußgängern und anderen Radfahrern Abstand halten.
  9. Vorsicht bei schattigen Fahrbereichen: Bei Untergründen in schattigen Bereichen musst Du mit plötzlich auftretenden Vereisungen rechnen und daher besonders vorsichtig fahren.
  10. Auf Auto-Fahrbahn ausweichen: Ist ein Radweg nicht geräumt, weichst Du besser auf die Fahrbahn für Autos aus.

Gesetzliche Bestimmungen für die Fahrradinfrastruktur und das Radfahren im Winter

In Deutschland gibt es eine Rechtsverordnung des Bundes, nämlich die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Hier finden sich unter anderem Bestimmungen bezüglich der lichttechnischen Einrichtung von Fahrrädern, was insbesondere während der dunklen Wintermonate von Relevanz ist. Das Fehlen, die Nichtbenutzung sowie die Verschmutzung von Beleuchtungseinrichtungen am Fahrrad sind Ordnungswidrigkeiten, die Bußgelder nach sich ziehen können.

 

OULU – EIN PARADIES FÜR WINTERRADLER
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In der finnischen Stadt Oulu bewegen sich auch während der Wintermonate rund zwölf Prozent aller Verkehrsteilnehmer auf dem Fahrrad fort. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass Oulu fahrradfreundliche Standards für den Winter geschaffen hat:

  • Der größte Teil der Radwege ist beleuchtet.
  • An stark befahrenen Straßen gibt es Unterführungen für Radler und Fußgänger.
  • Die Fahrradwege sind überwiegend vom Autoverkehr getrennt, denn aufgemalte Radstreifen, können vom Schnee verdeckt werden.
  • Der Winterdienst rückt rund um die Uhr aus und bearbeitet die Wege so, dass ein Vorankommen auf dem Rad gut möglich ist.

Somit ist es den Menschen in Oulu möglich, selbst bei kniehohem Schnee aufs Rad zu steigen. Radfahren ist also keine Frage des Wetters, sondern eine Frage der Infrastruktur!

 

 

Dem Gesetz zufolge sind außerdem Städte und Gemeinden dazu verpflichtet, verkehrswichtige, innerörtliche Radwege im Winter regelmäßig von Schnee und Eis zu befreien. Ist der Radweg nicht gestreut oder geräumt, entfällt die Benutzungspflicht der ausgeschilderten Radwege und Radfahrer dürfen auf die geräumte Straße ausweichen.

Passiert einem Radfahrer auf einem nicht gestreuten Radweg ein Unfall, können ihm Haftungsansprüche gegen die Gemeinde zustehen. Allerdings ist der Radler seinerseits auch dazu verpflichtet, sicher mit dem Fahrrad unterwegs zu sein und seine Fahrweise auf die Wetterverhältnisse anzupassen und beispielsweise in Kurven oder auf Glatteis nicht zu treten oder zu bremsen. In jedem Fall ist es ratsam, nach einem Sturz die Polizei zu rufen, um den Unfall dokumentieren zu lassen.

Wintercheck für Radfahrer: So wird das Fahrrad winterfest

Feuchtes Laub auf den Straßen, Dunkelheit am frühen Vormittag und auch am späten Nachmittag, Nebel, Schnee und Glatteis… Der Wintereinbruch ist oftmals schneller da, als man sich versieht. Wenn Du auch dann mit dem Fahrrad die Wege des alltäglichen Lebens zurücklegen möchtest, solltest Du dich frühzeitig darum kümmern, Deinen zweirädrigen Begleiter winterfest, beziehungsweise zunächst einmal herbstfest, zu machen.

Der richtige Zeitpunkt für den Fahrrad-Wintercheck

Ein guter Zeitpunkt, um das Rad auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten, ist Ende Oktober. In diesem Zeitraum fallen meist die Blätter von den Bäumen ab und dies in Kombination mit Herbstregen, kann für gefährlich rutschige Straßen sorgen. Im November kann es bereits glatt werden, so dass spätestens dann Dein Rad fit für den Winter sein sollte.

Grundsätzlich solltest Du das Wetter stets im Blick behalten. Je nach Wetterlage musst Du Dich schon zu einem früheren Zeitpunkt darum kümmern, dass Dein Fahrrad für die kalte Jahreszeit gerüstet ist.

Das Rad für die kalten Monate rüsten: Wie lange dauert es?

Wie viel Zeit für den Fahrrad-Wintercheck einkalkuliert werden sollte, lässt sich so pauschal nicht sagen. Dies ist abhängig von der Art sowie vom Zustand des Fahrrads.

Mindestens eine Stunde solltest Du aber definitiv einplanen. Aber selbst, wenn Dein Fahrrad in keinem guten Zustand ist und jeder Punkt unseres Winterchecks abgearbeitet werden muss, wirst Du in den seltensten Fällen mehr als einen Nachmittag für das Vorhaben benötigen.

Was kostet der Wintercheck für das Fahrrad?

Wenn Du keine Ersatzteile oder spezielle Winterausrüstung für das Fahrrad kaufen musst und auch das benötigte Werkzeug bereits vorhanden ist, kannst Du Dein Rad ohne nennenswerte Kosten für den Winter vorbereiten. Möchtest Du Dir allerdings beispielsweise extra Winterreifen zulegen oder benötigst etwa eine komplett neue Lichtanlage, kommen natürlich auch entsprechende Kosten auf Dich zu.

Doch selbst wenn Du in Werkzeuge sowie Ersatzteile investieren musst, ist dies im Gegensatz zur Anschaffung eines neuen Fahrrads immer noch die kostengünstigere Variante. Mal davon abgesehen, dass aufgrund einer nicht erfolgten Wartung die Gefahr besteht, dass Du einen Unfall baust. In das Projekt „Fahrrad winterfest machen“ ein wenig Geld zu investieren, ist also immer sinnvoll angelegtes Geld.

Radfahrer im Winter - Diamant-Blog
Radfahren im Winter ist eine Frage der Infrastruktur und sicheren Fahrweise. Städte und Gemeinden sind verpflichtet, stark frequentierte Straßen zu räumen und zu streuen. Diamant-Blog

Werkzeug-Tipps für winterfeste Fahrräder

Du musst kein Mechaniker sein, um Dein Fahrrad selbst Herbst und Winter vorzubereiten. Allerdings benötigst Du dafür das richtige Werkzeug. Wir haben hier ein paar Tipps, was im Werkzeugkasten nicht fehlen darf, um Dein Fahrrad winterfest zu machen:

  • Einen Satz Inbusschlüssel
  • Gabelschlüsselsatz
  • Einen Satz Innensechskantschlüssel
  • Drehmomentschlüssel
  • unterschiedlich große Schlitz- und Kreuzschraubenzieher
  • eine Kombizange mit Schnittfläche

Checkliste: Fahrrad winterfest machen

Du fragst Dich, was zum Fahrrad-Wintercheck alles dazu gehört? Wir haben die Antwort. Folgende Teile Deines Fahrrades solltest Du winterfest machen:

  • Bremsen: Ersetze abgenutzte Bremsbeläge. Weiterhin solltest Du die Fahrradbremsen prüfen und einstellen. Bremszüge einzufetten, damit sie auch bei Minusgraden gut funktionieren.
  • Fahrradschloss: Für einen ungetrübten und fortdauernden Zweiradspaß muss das Rad abgeschlossen werden. Wenn das Schloss dann zugefroren ist und der Schlüssel nicht herein passt, ist dies ziemlich ärgerlich. Zur Vorbeugung solltest Du das Schloss deshalb mit Teflon-Spray behandeln.
  • Felgen: Verbogene Felgen („Acht“) stellen ein Risiko dar. Unterziehe die Felgen deshalb einem gründlichen Check. Verbogene Felgen zu reparieren ist eine ziemlich kniffelige Angelegenheit, für die man entsprechend geschult sein sollte. Daher solltest Du als Laie die Finger davonlassen und lieber den Fachmann aufsuchen.
  • Kette: Die winterlichen Bedingungen – dabei ganz besonders Streusalz – setzen der Fahrradkette zu. Deshalb solltest Du diese sowie den Kettenkranz und die Ritzel gut schmieren.
  • Lenker: Prüfe, ob der Lenker gerade und festsitzt. Eventuell musst Du ihn neu auszurichten und die Schrauben festziehen. Wie Du den Fahrradlenker richtig einstellen kannst, erfährst Du im Diamant-Blog.
  • Licht: Bei den vielen Stunden Dunkelheit im Winter ist es besonders wichtig, dass die Beleuchtungsanlage Deines Fahrrads einwandfrei funktioniert.
    • Herkömmliche Seitenläufer-Dynamos schaffen es oft nicht, bei Matsch und Schnee zuverlässig Energie zu produzieren. Besser sind die bei neuen Fahrrädern oft anzutreffenden Naben- oder Speichen-Dynamos.
    • Front- und Rücklicht sollten über eine Standlichtautomatik verfügen, um auch im Stehen noch für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar zu sein.
    • Die Beleuchtung an der Front muss einen Lichtkegel bilden, der nicht blendet, weit vorausleuchtet und auch den Bereich unmittelbar vor den Rädern abdeckt.
    • Daneben muss das Rad mit Reflektoren ausgerüstet sein. Diese passive Beleuchtung sollte sich an Front, Heck, in den Speichen und an den Pedalen befinden. Idealerweise haben zudem die Reifen reflektierende Streifen.
  • Pedale: Um nicht von den Pedalen zu rutschen, empfehlen wir Dir, welche mit rauer Oberfläche zu montieren oder alternativ Grip-Tape zu verwenden.
  • Reifen: Da Glätte der größte Feind eines jeden Radfahrers ist, ist genügend Profil essentiell. Abgefahrene Reifen solltest Du sofort austauschen.
    • Ein ganz simpler Tipp: Einfach etwas Luft aus den Reifen lassen. Der verringerte Luftdruck sorgt vor allem auf Schnee für eine verbesserte Traktion.
    • Wenn Du bisher mit schmalen Rennreifen unterwegs gewesen bist, wechselst Du zum Beginn der kalten Jahreszeit besser auf breitere Varianten. Diese empfehlen sich besonders für Elektroräder, da bei ihnen höhere Antriebskräfte auf die Fahrbahn übertragen werden müssen.
    • Überprüfe die Reifen regelmäßig. Weitere Informationen dazu findest Du in unserem Beitrag „Laufrad beim Fahrrad einbauen & überprüfen„.
    • Wenn Du auf Nummer sichergehen willst, kannst Du Dir auch spezielle Fahrradwinterreifen besorgen. Diese garantieren mit ihrer besonderen Gummimischung mehr Grip.
    • Eine weitere Möglichkeit sind Spikes, die sich souverän ins Eis krallen.
  • Sattel: Grundsätzlich solltest Du Dich mit dem Thema Fahrradsattel einstellen beschäftigen, denn gerade bei erschwerten Witterungsbedingungen sollte dieser festsitzen.
    • Stelle Deinen Sattel im Winter etwas niedriger ein, um bei rutschigen Straßen die Beine zum Stabilisieren des Rades nutzen zu können.
    • Wenn Du ein Freund von Gelsätteln bist, solltest Du für die kalte Jahreszeit besser einen anderen Sattel montieren – bei Minustemperaturen wird das Gel nämlich schnell steinhart.
    • Ein beschichteter Sattelüberzug ist generell eine gute Idee, denn er schützt Deinen Sattel vor Nässe, Kälte und Rissen und mit einem bequemen Überzug aus Kunstfell sitzt Du auch auf dem kühlen Sattel schön warm.
  • Schaltung: Wenn Dein Rad eine Kettenschaltung hat, solltest Du diese vor dem Winter gut reinigen und im Anschluss einölen, damit sie auch bei Eis und Schnee einwandfrei funktioniert. Fahrräder mit Nabenschaltung benötigen keine besondere Pflege.
  • Schutzbleche: Überprüfe, ob die Räder laufen ohne an Schutzblechen zu schleifen. Falls dies der Fall ist, musst Du die Schutzbleche feststellen oder gegebenenfalls austauschen.

E-Bike winterfest machen

Wenn Du stolzer Besitzer eines elektrischen Drahtesels bist, sind Pflege und Wartung vom Prinzip her nicht anders als die eines herkömmlichen Fahrrads. Doch E-Bikes und Pedelecs verfügen bekanntermaßen über ein zusätzliches Teil – nämlich den Akku. Und der verlangt im Winter ganz besondere Aufmerksamkeit.

  • Lagerung: Bei längerer Nichtnutzung Deines E-Bikes solltest Du den Akku herausnehmen und bei einer Temperatur zwischen 10°C und 20°C halbvollgeladen in einem trockenen Raum lagern. Wir empfehlen Dir, alle 2-3 Monate den Ladezustand zu überprüfen. Dank Lithium-Ionen-Technologie moderner Akkus sind Erhaltungsladungen erst nach sehr langem Nichtgebrauch erforderlich. Bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts raten wir Dir dazu, den E-Bike-Akku auch bei kurzfristiger Nichtnutzung mit nach drinnen zu nehmen und erst bei Gebrauch einzusetzen.
  • Nutzung: Bei Minusgraden kann die Leistung und damit die Reichweite der Lithium-Ionen-Akkus auf bis zu 70 Prozent des Gewohnten zurückgehen, sodass Du ein neues Akkumanagement betreiben musst. Aber keine Angst: Bei ansteigenden Temperaturen kommt die volle Leistung wieder zurück. Wenn Dir Dein Akku einmal bei Nichtnutzung einfriert und sich das Fahren nicht vermeiden lässt, solltest Du möglichst nur im Sparbetrieb oder langsam fahren.
  • Laden: Auch beim Laden hat die Umgebungstemperatur Einfluss auf die Kapazität Deines E-Bike-Akkus. Ist der Energiespeicher zu kalt, kann er nicht vollständig geladen werden. Bei Temperaturen im unteren einstelligen Bereich kann der Akku während des Ladevorgangs sogar Schaden nehmen. Im Idealfall solltest du den Akku erst an die Steckdose anschließen, wenn er auf Zimmertemperatur aufgewärmt ist.

Tipp: Im Handel erhältliche Akkuhüllen aus Neopren können den Akku warmhalten.

E-Bike winterfest machen - Diamant-Blog
Mach Dein E-Bike winterfest! Vor allem die Lagerung, die Nutzung und das Aufladen des Akkus sind im Winter anders als im Sommer. Diamant-Blog

Fahrradpflege im Winter – darauf ist zu achten

Falls möglich, solltest Du Dein Rad im Warmen und Trockenen abstellen. Nässe, Matsch, Streusalz und Kälte setzen Deinem Fahrrad erheblich zu. Aus diesem Grund ist im Winter eine regelmäßige Pflege insbesondere der folgenden Fahrradteile notwendig:

  • Kette: Die Fahrradkette solltest du mit einem Lappen und etwas Öl sauber wischen. Dadurch entfernst Du neben dem üblichen Schmutz vor allem Salzreste und verhinderst die Bildung von Rost.
  • Brems- und Schaltzüge: Auch die Brems- und Schaltzüge müssen geschmiert werden.
  • Metallteile: Die diversen Metallteile des Fahrrads solltest Du mit speziellen Pflegemitteln zur Korrosionsvermeidung behandeln. Das gilt auch für den Lack, der aufgrund von Streusalz stumpf werden kann.

Tipp: Da der Verschleiß im Winter höher sein kann als sonst, solltest Du bestimmte Fahrradteile vor jeder Fahrt prüfen und Dein Fahrrad fahrbereit machen.

Tipps für die Fahrradbekleidung im Herbst und Winter

Beim Radfahren in der kalten Jahreszeit ist nicht nur wichtig, dass das Fahrrad winterfest ist, sondern auch der selbst Radler sollte sich mit entsprechender Kleidung ausstatten. So müssen Radfahrer im Herbst und Winter aufgrund der schlechteren Lichtverhältnisse stets gut sichtbar sein. Wenn Du eher dunkle Kleidung ohne Reflektoren bevorzugst, kannst Du alternativ eine Warnweste überziehen oder für die Dauer der Fahrt Leuchtstreifen an Kleidung und Tasche befestigen.

Aufgrund des Fahrtwindes besteht die Gefahr, dass Du auskühlst. Wenn Du auf dem Pedelec unterwegs bist, ist kompetenter Wärmeschutz für dich besonders wichtig. Aufgrund der erhöhten Geschwindigkeit bist Du noch stärkerem Fahrtwind ausgesetzt und durch die geringere Körperarbeit erzeugst Du weniger Eigenwärme.

Je nach Kälteempfindlichkeit, tatsächlichen klimatischen Bedingungen und Länge, der auf dem Rad zurückzulegenden Distanz, solltest Du folgende acht Fahrrad-Bekleidungstipps berücksichtigen:

  1. Kleide dich im Zwiebelprinzip, also mehrere Kleidungsschichten übereinander. So kannst Du Dich immer auf den aktuellen Temperaturzustand einstellen. Außerdem bilden sich zwischen den einzelnen Schichten wärmende Luftpolster.
  2. Funktionsunterbekleidung, die sowohl wärmt als auch Feuchtigkeit schnell nach außen abgibt, ist durchaus zu empfehlen. Neben Kunstfasern erzielt hier auch Merinowolle gute Ergebnisse.
  3. Trage möglichst wind- und wasserdichte und zugleich atmungsaktive Kleidung, die gleichzeitig die Bewegungsfreiheit nicht zu sehr einschränkt.
  4. Eine Mütze oder ein Stirnband – am besten unter einem Helm – halten deine Ohren warm.
  5. Winddichte Handschuhe wärmen Deine Hände. Fäustlinge halten zwar besonders warm, sind aber hinderlich bei der Bedienung von Bremsen und Schaltung. Alternativ gibt es Drei- oder Vierfinger-Handschuhe.
  6. Um die kälteempfindlichen Füße zu schützen, kannst Du Überschuhe tragen, die zugleich als Regenschutz dienen. Zusätzlichen Kälteschutz können Dir wärmende Einlegesohlen bieten. Spezielle Winterstiefel für Radfahrer schützen die Füße optimal vor Nässe und Kälte, sind allerdings auch recht teuer.
  7. Ergänzend halten Arm-, Bein-, Knie- und Nierenwärmer sowie Gesichtsmasken weitere Bereiche an Deinem Körper warm.
  8. Wenn Du empfindliche Augen hast, verhindert eine Schutzbrille, dass im schneidenden Fahrtwind Deine Augen tränen.

Wenn Du nur kleine Strecken fährst, muss Du Dir keine spezielle Fahrradausrüstung für den Winter zulegen. In dem Fall reicht es, wenn Du Dich warm anziehst und an winddichte Handschuhe denkst. Zusätzlich solltest Du anstatt einer einfachen Jacke besser einen Radponcho oder einen regenfesten Anzug zum Überziehen mitnehmen.

Fazit: Bereite Dich und Dein Rad für den Winter vor

Wie Du siehst, sind die Witterungsverhältnisse im Herbst und Winter kein Grund, Dein Fahrrad monatelang einzumotten. Statte Dein Fahrrad und auch Dich selbst mit dem passenden Equipment aus und die Straßen gehören auch zur kalten Jahreszeit Dir.

Doch bevor Du Dich nun voller Enthusiasmus auf dein Fahrrad schwingen möchtest, solltest Du Dir bewusstmachen, dass aufgrund von Dunkelheit, Regen, Frost und Schnee eine besonders vorsichtige Fahrweise erforderlich ist.

Wir wünschen Dir eine gute und sichere Fahrt!

Weiterführende Informationen rund um das Thema Radfahren im Winter

26. Oktober 2018
Diamant Redaktion
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