E-Bike fahrbereit machen: Tipps für die Inbetriebnahme

Was ist vor der ersten Fahrt mit einem E-Bike zu beachten? Wie nehme ich die Komponenten in Betrieb und wie gehe ich möglichst pflegsam mit Akku & Co. um? Im Diamantrad-Blog haben wir dir einige wichtige Punkte zusammengestellt.

Die hier aufgelisteten Hinweise und Informationen gelten als allgemeine Richtlinien – bei Unklarheiten oder Zweifeln immer die beigefügten Anleitungen durchlesen.

Grundlegende Hinweise vor der ersten Fahrt

Auch als langjähriger Radfahrer solltest du die allgemeine Originalbetriebsanleitung sowie die Betriebsanleitung des E-Bikes gründlich durchlesen, bevor du das erste Mal damit fährst. Stelle außerdem sicher, dass du die korrekte Bedienung, Wartung und Entsorgung sämtlicher elektrischer Komponenten verstanden hast.

Außerdem gilt grundsätzlich: Lass dein E-Bike- System mindestens einmal im Jahr technisch überprüfen (u.a. Mechanik, Aktualität der Systemsoftware).

Allgemeine Sicherheitshinweise zu E-Bikes

Beachte vor allem alle Sicherheitshinweise. Deine Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer sind sehr wichtig.

  • E-Bikes niemals ohne eingebaute Batterie nutzen, da andernfalls die Beleuchtung nicht funktioniert. Ebenso wenig solltest du die Räder niemals ohne Sattel fahren. Bei manchen Modellen wird die Sattelstütze mit einem Schnellspanner geklemmt. Falls Sattel und Sattelstütze gestohlen werden, kann das anschließende Fahren ohne Sattel zu gefährlichen Situationen führen.
  • Überprüfe das Bike vor jeder Fahrt auf einwandfreie Funktion, lose Bauteile und Defekte. Gibt es ein Problem, bring das Rad zu deinem Fachhändler, bevor du es wieder nutzt.
  • Ganz wichtig: Mach dir bewusst, dass andere Verkehrsteilnehmer womöglich nicht damit rechnen, dass ein Elektrorad schneller fahren kann als ein herkömmliches Fahrrad. Außerdem erhöht eine schnellere Geschwindigkeit das Unfallrisiko.
  • Das E-Bike nicht missbräuchlich einsetzen. Fahre stets entsprechend des vorgesehenen Einsatzbereiches: Nutzungsart 1 (gepflasterte Straßen, wobei die Reifen am Boden bleiben) ist gültig für E-City / E-Trekking Bikes, Nutzungsart 3 (unebene Untergründe, Reifen können kurzzeitig den Bodenkontakt verlieren) gilt für E-Mountainbikes. Weitere Informationen gibt es in der allgemeinen Original-Betriebsanleitung.
  • Überlaste den hinteren Gepäckträger nicht. Die maximal erlaubte Zuladung des hinteren Gepäckträgers von E-Bikes beträgt 20 kg (für Modelle mit Batterie-Halterung am Gepäckträger) beziehungsweise 25 kg (für Modelle mit Batterie-Halterung am Unterrohr). Bei Fahrrädern mit diesem Gepäckträger, welcher an beiden Seiten des hinteren Schutzblechs Streben hat sowie keine Ablagefläche hat, beträgt die maximal zulässige Gesamtbelastung 15 kg.
Vorderlicht vom Diamant E-Bike - Diamantrad-Blog
Ohne eingebaute Batterie funktioniert die Beleuchtung nicht – Diamantrad-Blog

Hinweise zum Antriebssystem von E-Bikes

Das elektrische Antriebssystem deines neuen Elektrorads erfordert besondere Aufmerksamkeit:

  • Reinige das E-Bike niemals mit einem Hochdruckreiniger. Die elektrischen Komponenten sind feuchtigkeitsempfindlich. Unter Hochdruck auftreffendes Wasser kann in Steckverbindungen und andere Teile des Elektrosystems eindringen.
  • Batterie besonders vorsichtig behandeln – niemals fallen lassen und keinen Stoßbelastungen aussetzen. Eine Fehlbehandlung der Batterie kann zu schweren Schäden oder Überhitzung führen. In extrem seltenen Fällen kann es auch vorkommen, dass eine stark beschädigte oder anderweitig missbrauchte Batterie in Brand gerät.
  • Falls du den Verdacht hast, die Batterie sei beschädigt, wende dich für eine gründliche Untersuchung umgehend an deinen Fachhändler.

E-Bike-Akku richtig aufladen

Befolge immer die Anweisungen der mitgelieferten Betriebsanleitung, um mit der Batterie möglichst schonend umzugehen. Das Nichtbeachten dieser Anweisungen kann zu Schäden an der Batterie führen und einen Austausch der Batterie erfordern.

  • Batterie nur mit dem mitgelieferten Ladegerät aufladen.
  • Akku vor längerer Nichtbenutzung auf bis etwa 60 % aufladen (normalerweise 3 bis 4 LEDs der Ladezustandsanzeige). Nach 6 Monaten den Ladezustand prüfen. Leuchtet nur noch eine LED der Ladezustandsanzeige, Akku wieder auf bis etwa 60 % aufladen.
  • Es ist nicht empfehlenswert, den Akku dauerhaft am Ladegerät angeschlossen zu lassen.
  • Wird der Akku längere Zeit in leerem Zustand aufbewahrt, kann er trotz der geringen Selbstentladung beschädigt und die Speicherkapazität stark verringert werden.
  • Akku nie unbeaufsichtigt laden.
  • Bei Beschädigung oder unsachgemäßem Gebrauch des Akkus können Dämpfe austreten, die womöglich die Atemwege reizen. In dem Fall Frischluft zuführen und bei Beschwerden einen Arzt aufsuchen.

Lagerung von E-Bike-Akkus

  • Akku möglichst an einem trockenen, gut belüfteten Platz lagern. Vor Feuchtigkeit und Wasser schützen.
  • Folgende Orte sind zu empfehlen: Räumen mit Rauchmeldern, keine räumliche Nähe von brennbaren, leicht entflammbaren Gegenständen sowie Hitzequellen.
  • Bei ungünstigen Witterungsbedingungen ist es z.B. empfehlenswert, den Akku vom Elektrorad abzunehmen und bis zum nächsten Einsatz in geschlossenen Räumen aufzubewahren.
  • Der Akku kann bei Temperaturen von –10 °C bis +60 °C gelagert werden. Für eine lange Lebensdauer ist jedoch eine Lagerung bei ca. 20 °C Raumtemperatur vorteilhaft. Achte darauf, dass die maximale Lagertemperatur nicht überschritten wird.
  • Akku z.B. im Sommer nicht im Auto liegen lassen. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.
  • Es wird empfohlen, den Akku für die Lagerung nicht am Fahrrad zu belassen.
  • Nicht benutzte Akkus fernhalten von Büroklammern, Münzen, Schlüsseln, Nägeln, Schrauben oder anderen kleinen Metallgegenständen, die eine Überbrückung der Kontakte verursachen könnten. Ein Kurzschluss zwischen den Akkukontakten kann Verbrennungen oder Feuer zur Folge haben.
  • E-Bike-Akku von Kindern fernhalten.

Wie transportiere ich ein E-Bike?

Ein Elektrorad ist beim Transport besonders vorsichtig zu behandeln. Ebenfalls solltest du immer daran denken, dass es schwerer als ein normales Rad ist. Daraus ergeben sich folgende Hinweise:

  • Achte beim Transport auf dem Auto auf die maximale Zuladung von Dach, Anhängerkupplung und/oder Fahrradträger. Lies dazu auch die entsprechenden Hinweise in den Bedienungsanleitungen von Auto und Fahrradträger beziehungsweise die Vorschriften des Transportunternehmens.
  • Controller, Batterie und (falls vorhanden) Packtaschen entfernen und separat einpacken.
  • Lokale Vorschriften zum Transport von (E-)Bikes beachten.
  • Bei Transport eines einzelnen Li-Ion-Akku zählt dieser, aufgrund seiner Größe und Leistung, als „Gefahrgut, Klasse 9“ und unterliegt besonderen Transportbestimmungen. Diese Bestimmungen gelten für die meisten Fluggesellschaften und einige Speditionen. Bei einem Transport eines kompletten E-Fahrrads mit installiertem Akku, sind die Bestimmungen weniger streng. Informiere dich vor der Buchung deiner Reise, ob der Transport erlaubt ist oder welche Bestimmungen für den Transport gelten (siehe hierzu auch unseren Artikel Fahrradmitnahme in der Bahn).
Mann befestigt Fahrrad-Vorderrad - Diamantrad-Blog

Du hast Fragen zum Ein- oder Ausbau von verschiedenen Bauteilen an Deinem Fahrrad? Du möchtest wissen, was Du vor dem Radfahren im Winter beachten musst? Wir haben wichtige Informationen für Dich gesammelt: Auf unserer Übersichtsseite Fahrradreparatur & Fahrradwartung mit Diamantrad findest Du detaillierte Anleitungen, Tipps und Checklisten, die Dir helfen.

Sicherheitshinweise zu Active-Line- und Performance-Line-Motoren von Bosch (Generation 2)

Generell gilt: Nimm keine Maßnahmen vor, die die Leistung oder die maximale unterstützte Geschwindigkeit des Antriebes beeinflussen, insbesondere erhöhen. Du gefährdest damit möglicherweise dich und andere, und bewegst dich dadurch gegebenfalls illegal im öffentlichen Bereich. Beachte außerdem folgende Punkte:

  • Antriebseinheit nicht selbst öffnen. Diese darf nur von qualifiziertem Fachpersonal und nur mit Original-Ersatzteilen repariert werden. So ist gewährleistet, dass die Sicherheit der Antriebseinheit erhalten bleibt. Bei unberechtigtem Öffnen der Antriebseinheit erlischt der Gewährleistungsanspruch.
  • Alle an der Antriebseinheit montierten Komponenten und alle anderen Komponenten des Antriebs (z.B. Kettenblatt, Aufnahme des Kettenblatts, Pedale) dürfen nur gegen baugleiche oder vom Fahrradhersteller speziell für das E-Bike zugelassene Komponenten ausgetauscht werden. Das schützt die Antriebseinheit vor Überlastung und Beschädigung.
  • Akku aus dem E-Bike nehmen, bevor Arbeiten (z.B. Inspektion, Reparatur, Montage, Wartung, Arbeiten an der Kette etc.) beginnen oder es transportiert oder aufbewahrt wird. Bei unbeabsichtigter Aktivierung des Systems besteht Verletzungsgefahr.
  • Das System kann sich einschalten, wenn du das Bike rückwärts schiebst.
  • Die Funktion Schiebehilfe darf ausschließlich beim Schieben des E-Bikes verwendet werden. Haben die Räder beim Benutzen der Schiebehilfe keinen Bodenkontakt, besteht Verletzungsgefahr.
  • Bei eingeschalteter Schiebehilfe drehen sich möglicherweise die Pedale mit. Achte darauf, dass deine Beine genügend Abstand zu den sich drehenden Pedalen haben. Es besteht Verletzungsgefahr.
  • Nur original Bosch-Akkus verwenden, die vom Hersteller für das jeweilige Modell zugelassen wurden. Der Gebrauch anderer Akkus kann zu Verletzungen und Brandgefahr führen. Bosch übernimmt in diesem Fall keine Haftung und Gewährleistung.
  • Keinerlei Veränderungen am System vornehmen und keine weiteren Produkte anbringen, die geeignet wären, die Leistungsfähigkeit des Systems zu erhöhen. So verringerst du in der Regel dessen Lebensdauer und riskierst Schäden an der Antriebseinheit und am Rad. Außerdem besteht die Gefahr, dass Garantie- und Gewährleistungsansprüche auf das gekaufte E-Bike verloren gehen.
  • Durch einen unsachgemäßen Umgang mit dem System gefährdest du deine Sicherheit sowie die anderer Verkehrsteilnehmer und riskierst dadurch bei Unfällen, die auf die Manipulation zurückzuführen sind, hohe persönliche Haftungskosten und eventuell sogar die Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung.
  • Beachte alle nationalen Vorschriften zur Zulassung und Verwendung von E-Bikes.
  • Sicherheitshinweise und Anweisungen in allen Betriebsanleitungen des Systems sowie in der Betriebsanleitung deines Rads lesen und beachten.

Geschwindigkeitssensor überprüfen

Der Geschwindigkeitssensor und der dazugehörige Speichenmagnet müssen so montiert sein, dass sich dieser bei einer Umdrehung des Rades in einem Abstand von mindestens 5 mm und höchstens 17 mm am Geschwindigkeitssensor vorbeibewegt. Ist der Abstand zu klein oder zu groß oder ist der Geschwindigkeitssensor nicht richtig angeschlossen, fällt die Tachometeranzeige aus, und der Antrieb arbeitet im Notlaufprogramm.

In dem Fall die Schraube des Speichenmagneten lösen und diesen so an der Speiche befestigen, dass er in der richtigen Entfernung an der Markierung des Geschwindigkeitssensors vorbeiläuft. Erscheint auch danach keine Geschwindigkeit in der Tachometeranzeige, wende dich bitte an einen autorisierten Fahrradhändler.

Voraussetzungen für die Inbetriebnahme

Das E-Bike-System kann nur aktiviert werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Ein ausreichend geladener Akku ist eingesetzt (siehe Betriebsanleitung des Akkus).
  • Der Bordcomputer ist richtig in die Halterung eingesetzt (siehe Betriebsanleitung des Bordcomputers).
  • Der Geschwindigkeitssensor ist richtig angeschlossen (siehe „Geschwindigkeitssensor überprüfen“).

E-Bike-System ein-/ausschalten

Zum Einschalten des Systems hast du folgende Möglichkeiten:

  • Ist der Bordcomputer beim Einsetzen in die Halterung bereits eingeschaltet, dann wird das System automatisch eingeschaltet.
  • Bei eingesetztem Bordcomputer und eingesetztem Akku einmal kurz die Ein-Aus-Taste des Bordcomputers drücken.
  • Drücke bei eingesetztem Bordcomputer die Ein- Aus-Taste des Akkus.

Hinweis: Für Antriebseinheiten mit einer Maximalgeschwindigkeit von mehr als 25 km/h startet das System immer im OFF-Modus.

Der Antrieb wird aktiviert, sobald du in die Pedale trittst (außer in der Funktion Schiebehilfe). Die Motorleistung richtet sich nach dem eingestellten Unterstützungslevel am Bordcomputer. Sobald du im Normalbetrieb aufhörst, in die Pedale zu treten, oder sobald eine Geschwindigkeit von 25/45 km/h erreicht ist, wird die Unterstützung durch den Antrieb abgeschaltet. Es kommt zur erneuten automatischen Aktivierung, sobald du in die Pedale trittst und die Geschwindigkeit unter 25/45 km/h liegt.

Zum Ausschalten des Systems hast du folgende Möglichkeiten:

  • Ein-Aus-Taste des Bordcomputers drücken.
  • E-Bike-Akku an dessen Ein-Aus-Taste ausschalten.
  • Bordcomputer aus der Halterung entnehmen.

Wird das E-Bike etwa 10 min lang nicht bewegt und keine Taste am Bordcomputer gedrückt, schaltet sich das System aus Energiespargründen automatisch ab.

eShift (optional)

Unter eShift versteht man die Einbindung von elektronischen Schaltsystemen in das E-Bike-System. Die Komponenten sind vom Hersteller mit der Antriebseinheit elektrisch verbunden. Die Bedienung der elektronischen Schaltsysteme ist in einer eigenen Betriebsanleitung beschrieben.

Mann im Grünen auf Diamant-Fahrrad - Diamantrad-Blog

Abseits von spezifischen Hinweisen und Informationen zu E-Bikes gibt es natürlich eine ganze Reihe von Empfehlungen, die für Elektroräder und normale Bikes gleichermaßen gelten. Genau dafür findest du einen separaten Blogbeitrag bei uns: Mit „Sicher mit dem Fahrrad unterwegs: Regeln & Hinweise“ bewegst du dich umsichtig im Straßenverkehr. Wir wünschen dir eine allzeit sichere Fahrt!

Unterstützungslevel einstellen

Du kannst am Bordcomputer einstellen, wie stark der Antrieb beim Treten unterstützt. Der Unterstützungslevel lässt sich jederzeit, auch während der Fahrt, ändern. Hinweis: In einzelnen Ausführungen ist es möglich, dass der Unterstützungslevel voreingestellt ist und nicht geändert werden kann. Es ist auch möglich, dass weniger Unterstützungslevel zur Auswahl stehen, als hier angegeben.

Wurde das Bike vom Hersteller mit dem eMTB-Mode (nur für Antriebe der Performance Line CX) konfiguriert, wird der Unterstützungslevel SPORT durch eMTB ersetzt. In diesem Modus passen sich Unterstützungsfaktor und Drehmoment dynamisch in Abhängigkeit von der Trittkraft auf die Pedale an.

Folgende Unterstützungslevel stehen maximal zur Verfügung:

  • OFF: Die Motorunterstützung ist abgeschaltet; das Rad bewegt sich wie ein normales Fahrrad allein durch Treten fort. Die Schiebehilfe lässt sich in diesem Unterstützungslevel nicht aktivieren.
  • ECO: wirksame Unterstützung bei maximaler Effizienz, für maximale Reichweite.
  • TOUR: gleichmäßige Unterstützung, für Touren mit großer Reichweite.
  • SPORT: kraftvolle Unterstützung, für sportives Fahren auf bergigen Strecken sowie für Stadtverkehr.
  • eMTB: optimale Unterstützung in jedem Terrain, sportliches Anfahren, verbesserte Dynamik, maximale Performance.
  • TURBO: maximale Unterstützung bis in hohe Trittfrequenzen, für sportives Fahren.

Die abgerufene Motorleistung erscheint auf dem Display des Bordcomputers. Die maximale Motorleistung hängt vom gewählten Unterstützungslevel ab.

Schiebehilfe beim E-Bike ein-/ausschalten

Die Schiebehilfe kann dir das Schieben des E-Bikes erleichtern. Die Geschwindigkeit in dieser Funktion ist abhängig vom eingelegten Gang und kann maximal 6 km/h erreichen. Je kleiner der gewählte Gang, desto geringer die Geschwindigkeit in der Funktion Schiebehilfe (bei voller Leistung). Weitere Hinweise:

  • Die Funktion Schiebehilfe darf ausschließlich beim Schieben verwendet werden. Es besteht Verletzungsgefahr, wenn die Räder beim Benutzen der Schiebehilfe keinen Bodenkontakt haben.
  • Zum Aktivieren kurz die Taste WALK am Bordcomputer drücken. Nach der Aktivierung die Taste + innerhalb von 3 s drücken und halten. Der Antrieb des E-Bikes wird eingeschaltet.
  • Hinweis: Die Schiebehilfe kann im Unterstützungslevel OFF nicht aktiviert werden.

Die Schiebehilfe wird ausgeschaltet, sobald eines der folgenden Ereignisse eintritt:

  • Du lässt die Taste + los,
  • die Räder blockieren (z.B. durch Bremsen oder Anstoßen an ein Hindernis),
  • die Geschwindigkeit überschreitet 6 km/h.

Bei einigen Systemen lässt sich die Schiebehilfe durch Drücken der Taste WALK direkt starten, und einige erreichen eine Geschwindigkeit von 18 km/h (Anfahrhilfe). Bedingt durch gesetzliche Vorgaben in einigen Ländern kann die Funktion Schiebehilfe regional unterschiedlich realisiert sein.

Bei Fahrrädern mit Rücktrittfunktion drehen sich die Pedale bei eingeschalteter Schiebehilfe mit. Blockieren diese, schaltet sich die Schiebehilfe aus.

Fahrradbeleuchtung ein-/ausschalten

Wird das Fahrlicht durch das System gespeist, lässt sich Vorder- und Rücklicht gleichzeitig über den Bordcomputer ein- und ausschalten.

Bosch Active Line Plus Motor am Diamantrad-E-Bike - Diamantrad-Blog
Hinweise zu den E-Bike-Motoren solltest du genau studieren und beachten – Diamantrad-Blog

Sicherheitshinweise und Informationen zu E-Bike-Akkus

Lies alle Sicherheitshinweise und Anweisungen. Versäumnisse bei der Einhaltung dieser können elektrischen Schlag, Brand und/oder schwere Verletzungen verursachen. Die Inhaltsstoffe von Lithium-Ionen-Batteriezellen sind grundsätzlich unter bestimmten Bedingungen entflammbar. Mach dich daher mit den Verhaltensregeln in der Bedienungsanleitung vertraut.

E-Bike-Akku vor der ersten Benutzung prüfen

Hinweis: Bei diesen Tipps beziehen wir uns auf die Modelle PowerPack 300, PowerPack 400 und PowerPack 500 von Bosch.

  • Prüfe den Akku, bevor du ihn das erste Mal auflädst oder benutzt. Drücken dazu die Ein-Aus-Taste zum Einschalten. Leuchtet keine LED der Ladezustandsanzeige auf, dann ist der Akku möglicherweise beschädigt. Leuchtet mindestens eine, aber nicht alle LEDs der Ladezustandsanzeige, den Akku vor der ersten Benutzung voll aufladen.
  • Beschädigte Akkus nicht aufladen oder benutzen und an einen autorisierten Fahrradhändler wenden.

Akku des E-Bikes laden

  • Nur das im Lieferumfang enthaltene oder ein baugleiches original Ladegerät nutzen. Nur diese sind auf den bei deinem E-Bike verwendeten Akku abgestimmt.
  • Viele Akkus werden teilgeladen ausgeliefert. Um die volle Leistung zu gewährleisten, vor dem ersten Einsatz vollständig mit dem Ladegerät aufladen.
  • Der Akku kann in jedem Ladezustand aufgeladen werden. Eine Unterbrechung des Ladevorganges schädigt ihn nicht.
  • Zum Laden des Akkus die Betriebsanleitung des Ladegerätes lesen und beachten.
  • Der Akku ist mit einer Temperaturüberwachung ausgestattet. Sie lässt das Aufladen nur im Temperaturbereich zwischen 0 °C und 40 °C zu. Befindet sich der Akku außerhalb des Ladetemperaturbereiches, blinken drei LEDs der Ladezustandsanzeige. In dem Fall Akku vom Ladegerät trennen und austemperieren lassen. Schließ ihn erst wieder an, wenn er die zulässige Ladetemperatur erreicht hat.
  • Ladezustandsanzeige: Die fünf grünen LEDs der Ladezustandsanzeige zeigen bei eingeschaltetem Akku den Ladezustand des Akkus an. Dabei entspricht jede LED etwa 20 % Kapazität. Bei vollständig geladenem Akku leuchten alle fünf LEDs.
  • Der Ladezustand des eingeschalteten Akkus wird außerdem auf dem Display des Bordcomputers angezeigt. Dazu die Betriebsanleitung von Antriebseinheit und Bordcomputer lesen und beachten.
  • Liegt die Kapazität des Akkus unter 5 %, erlöschen alle LEDs der Ladezustandsanzeige, es gibt aber noch eine Anzeigefunktion des Bordcomputers.
  • Nach dem Laden den Akku vom Ladegerät und das Ladegerät vom Netz trennen.

Verwendung von zwei Akkus für ein E-Bike (optional)

Ein E-Bike kann vom Hersteller auch mit zwei Akkus ausgerüstet werden. In diesem Fall ist eine der Ladebuchsen nicht zugänglich oder vom Fahrradhersteller mit einer Verschlusskappe verschlossen. Lade die Akkus nur an der zugänglichen Ladebuchse.

  • Niemals vom Hersteller verschlossene Ladebuchsen öffnen. Das Laden an einer zuvor verschlossenen Ladebuchse kann zu irreparablen Schäden führen.
  • Willst Du ein E-Bike, das für zwei Akkus vorgesehen ist, nur mit einem Akku verwenden, deck die Kontakte des freien Steckplatzes mit der mitgelieferten Abdeckkappe ab, da ansonsten durch die offenen Kontakte die Gefahr eines Kurzschlusses besteht.
  • Sind an einem E-Bike zwei Akkus angebracht, so können beide Akkus über den nicht verschlossenen Anschluss geladen werden.
  • Zunächst beide Akkus nacheinander bis ca. 80–90 % laden, anschließend beide Batterien parallel voll laden(die LED beider Akkus blinken). Während des Betriebs werden die beiden Akkus abwechselnd entladen.
  • Nimmst du die Akkus aus den Halterungen nehmen, kannst du jeden Akku einzeln laden.
  • Ist nur ein Akku eingesetzt, kannst du nur den Akku am Fahrrad laden, welcher die zugängliche Ladebuchse hat. Den Akku mit der verschlossenen Ladebuchse lässt sich nur laden, wenn du den Akku aus der Halterung nimmst.

Standard-Akku einsetzen und entnehmen

Generell gilt: Akku und E-Bike-System immer ausschalten, wenn du ihn diesen die Halterung einsetzt oder entnimmst.

Damit der Akku eingesetzt werden kann, muss der Schlüssel im Schloss stecken und das Schloss muss aufgeschlossen sein. Zum Einsetzen des Standard-Akkus diesen mit den Kontakten auf die untere Halterung am E-Bike (der Akku kann bis zu 7° zum Rahmen geneigt sein) setzen. Bis zum Anschlag in die obere Halterung kippen, bis er deutlich hörbar einrastet. In alle Richtungen testen, ob der Akku fest sitzt. Diesen immer am Schloss abschließen, weil sich sonst das Schloss öffnen und er aus der Halterung fallen kann.

Schlüssel nach dem Abschließen immer aus dem Schloss ziehen. Damit verhinderst du, dass der Schlüssel herausfällt bzw. dass der Akku bei abgestelltem E-Bike durch unberechtigte Dritte entnommen wird.

Zum Entnehmen des Standard-Akkus diesen ausschalten und das Schloss mit dem Schlüssel aufschließen. Akku aus der oberen Haltung kippen und aus der unteren Haltung ziehen.

Bei Gepäckträger-Akkus: Damit der Akku eingesetzt werden kann, muss der Schlüssel im Schloss stecken und das Schloss muss aufgeschlossen sein. Zum Einsetzen mit den Kontakten voran in die Halterung im Gepäckträger schieben, bis er deutlich hörbar einrastet. In alle Richtungen prüfen, ob er fest sitzt. Akku immer am Schloss abschließen, weil sich sonst das Schloss öffnen und er aus der Halterung fallen kann. Schlüssel nach dem Abschließen immer aus dem Schloss ziehen. So verhinderst du, dass der Schlüssel herausfällt bzw. dass der Akku bei abgestelltem Rad durch unberechtigte Dritte entnommen wird.

Zum Entnehmen des Gepäckträger-Akkus diesen ausschalten und das Schloss mit dem Schlüssel aufschließen. Akku aus der Halterung ziehen.

PowerTube-Akku entnehmen: Schloss mit dem Schlüssel öffnen. Der Akku wird entriegelt und fällt in die Rückhaltesicherung. Von oben auf die Rückhaltesicherung drücken; der Akku wird komplett entriegelt und fällt in deine Hand. Akku aus dem Rahmen ziehen.

Hinweis: Bedingt durch unterschiedliche konstruktive Realisierungen kann es sein, dass das Einsetzen und die Entnahme des Akkus auf andere Weise erfolgen muss. In dem Fall die Fahrraddokumentation durchlesen.

PowerTube-Akku einsetzen: Damit der Akku eingesetzt werden kann, muss der Schlüssel im Schloss stecken und das Schloss muss aufgeschlossen sein. Akku mit den Kontakten in die untere Halterung des Rahmens setzen. Akku nach oben klappen, bis er von der Rückhaltesicherung gehalten wird. nach oben drücken, bis er deutlich hörbar einrastet. Festen Sitz überprüfen. Akku immer am Schloss abschließen, weil sich sonst das Schloss öffnen und der Akku aus der Halterung fallen kann. Schlüssel nach dem Abschließen immer aus dem Schloss ziehen.

Schloss am Akku eines Diamantrad-E-Bikes - Diamantrad-Blog
Entferne immer den Schlüssel aus dem Schloss deines E-Bike-Akkus – Diamantrad-Blog

Hinweise zum Fahren mit E-Bikes

Wann arbeitet der E-Bike-Antrieb?

Der Antrieb unterstützt dich beim Fahren, solange du in die Pedale trittst. Ohne Pedaltreten erfolgt keine Unterstützung. Die Motorleistung ist immer abhängig von der beim Treten eingesetzten Kraft: Setzt du wenig Kraft ein, wird die Unterstützung geringer sein, als wenn du viel Kraft einsetzt. Das gilt unabhängig vom Unterstützungslevel.

Der E-Bike-Antrieb schaltet sich automatisch bei Geschwindigkeiten über 25/45 km/h ab. Fällt die Geschwindigkeit darunter, steht der Antrieb automatisch wieder zur Verfügung. Eine Ausnahme gilt für die Funktion Schiebehilfe, in der das E-Bike ohne Pedaltreten mit geringer Geschwindigkeit geschoben werden kann. Bei der Nutzung der Schiebehilfe können sich die Pedale mitdrehen.

Du kannst das Rad jederzeit auch ohne Unterstützung wie ein normales Fahrrad fahren, indem du entweder das E-Bike-System ausschaltest oder den Unterstützungslevel auf OFF stellst. Das Gleiche gilt bei leerem Akku.

Zusammenspiel des E-Bike-Systems mit der Schaltung

Auch mit Antrieb solltest du die Schaltung wie bei einem normalen Fahrrad benutzen (dazu die Betriebsanleitung beachten). Unabhängig von der Art der Schaltung ist es ratsam, während des Schaltvorganges das Treten kurz zu unterbrechen. Dadurch wird das Schalten erleichtert und die Abnutzung des Antriebsstranges reduziert.

Durch die Wahl des richtigen Ganges kannst du bei gleichem Krafteinsatz die Geschwindigkeit und die Reichweite erhöhen.

Erste Erfahrungen mit dem E-Bike sammeln

Es ist empfehlenswert, die ersten Erfahrungen mit dem E-Bike abseits vielbefahrener Straßen zu sammeln. Probiere unterschiedliche Unterstützungslevel aus und beginne mit dem kleinsten. Sobald du dich sicher fühlst, kannst du mit dem E-Bike wie mit jedem Fahrrad am Verkehr teilnehmen.

Teste die Reichweite des Rads unter unterschiedlichen Bedingungen, bevor du längere, anspruchsvolle Fahrten planst.

Was hat Einflüsse auf die Reichweite meines E-Bikes?

Die Reichweite eines E-Bikes wird von vielen Faktoren beeinflusst, wie zum Beispiel:

  • Unterstützungslevel,
  • Geschwindigkeit,
  • Schaltverhalten,
  • Art der Reifen und Reifendruck,
  • Alter und Pflegezustand des Akkus,
  • Streckenprofil (Steigungen) und -beschaffenheit (Fahrbahnbelag),
  • Gegenwind und Umgebungstemperatur,
  • Gewicht von E-Bike, Fahrer und Gepäck.

Deshalb ist es nicht möglich, die Reichweite vor Antritt einer Fahrt und während einer Fahrt exakt vorherzusagen. Allgemein gilt jedoch:

  • Bei gleichem Unterstützungslevel des E-Bike-Antriebs: Je weniger Kraft du einsetzen musst, um eine bestimmte Geschwindigkeit zu erreichen (z.B. durch optimales Benutzen der Schaltung), umso weniger Energie wird der Antrieb verbrauchen und umso größer wird die Reichweite einer Akkuladung sein.
  • Je höher der Unterstützungslevel bei ansonsten gleichen Bedingungen gewählt wird, umso geringer ist die Reichweite.

Fazit

Durch die besonderen Komponenten von E-Bikes ist es besonders wichtig, dass du dich vor der ersten Fahrt mit dem Rad vertraut machst. Lies die Betriebsanleitung vom Rad, Motor, Akku sowie die weitere beigelegte Dokumentation ganz genau durch. Solltest du Fragen haben, wende dich entweder an deinen Fahrradhändler oder an die in den Anleitungen angegeben Stellen.

Ebenfalls sind die Fahreigenschaften bzw. das Fahrgefühl von Elektrorädern ganz anders als herkömmliche Citybikes oder Trekkingräder. Daher gilt: Mach dich langsam damit vertraut und stürze dich nicht zu schnell in den hektischen Stadtverkehr.

Wir wünschen dir viel Spaß mit deinem E-Bike und allzeit eine gute Fahrt!

22. Februar 2019
Diamant Redaktion
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